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Rede zur Einweihung Dr. Heinz Meynhardt in Burg

Sehr geehrter Herr BM Rehbaum, werte Stadträte und Gäste
liebe Familie Meynhardt und Mitglieder des Freundeskreises Meynhardt,

nun ist es heute soweit, ein Platz in Burg erhält einen Namen, einen Namen von einem bedeutenden Sohn unserer Stadt, ich spreche vom Verhaltens- und Tierforscher D. Heinz Meynhardt.
Alle anwesenden kennen das Leben von Heinz Meynhardt, ganz besonders natürlich die Mitglieder des Freundeskreises, aber darüber werden wir später noch einiges hören.

Wer die Geschichte nicht kennt, wird die Zukunft nicht verstehen, daher ist es unsere Bürgerpflicht an Menschen zur erinnern, die sich besonders für unser Gemeinwesen verdient gemacht haben. So gibt es in Burg bereits einige Straßen und Plätze mit Namen solchen Persönlichkeiten.

Als Stadtratsvorsitzender habe ich im letzten Jahr begonnen, eine Initiative zu starten, um weitere Namen aus der Geschichte unserer Stadt, aus der Vergangenheit in die Zukunft zurück zu holen.

Mit dem ersten Beschluss des Stadtrates erinnern wir mit einem Platz an Dr. Adolf Negatsch, ein überzeugter Demokrat, der Zeit seines Lebens, für heute selbstverständliche Bürgerrechte kämpfte und dabei von den Nazis und den Kommunisten verfolgt wurde.
Als Vertriebener engagierter er sich in seiner Wahlheimat Burg direkt nach dem Krieg beim Aufbau einer unabhängigen Justiz und beim Aufbau eines demokratischen Parteiensystems, bis Ihm durch die Verfolgung von Verantwortlichen in der DDR Anfang der 50iger nur noch die Flucht in die Bundesrepublik übrig blieb.
Als Jugendfreund Adenauers blieb er seiner Lebensphilosophie treu und verwirklichte seine Ziele in der West-Berliner Justiz und Politik.
Mit dem zweiten Beschluss des Stadtrates erinnern nun auch an Dr. Heinz Meynhardt, ein Burger Kind, der sich als Verhaltens- und Tierforscher nicht nur in der DDR, sondern auch in über 50 Ländern der Welt einen Namen und so seine Heimat bekannt machte.
Der international anerkannte Scharzwildexperte schrieb Bücher, drehte Filme und vermittelte Naturfreunden, Biologen und Jägern tiefes Verständnis für die oft verkannten Schwarzkittel.
Seine Mitstreiter waren für seine Arbeit unerlässlig und so möchte Rudolf Meseberg und den heute anwesenden Dr. Weber erwähnen, um nur einige zu nennen.
Nur wenigen Zoologen gelang es, derartige Sozialkontakte mit einer freilebenden Sauenrotte herzustellen. An seine jahrzehntelange Arbeit soll nun auch dauerhaft erinnert werden.

Ich danke ausdrücklich allen Stadträten, die die Namensanträge unterstützt haben, vor allem aber meiner eigenen CDU/FDP-Fraktion, der Fraktion FW Endert sowie den Einzelbewerbern Stephan und Dr. Wolfgang.
Ich danke allen, die die heutige Einweihung vorbereitet haben, dem Bürgermeister Rehbaum, dem Bauhhof, der Firma Gotzel, dem Freundeskreis, den Jagdhornbläsern und Hansi Rudszik.

Mögen die Initiativen auch andere inspirieren und vor allem die Burger motivieren, die stets und ständig nörgeln, selbst anzupacken Ideen und Projekte in der Zukunft zu verwirklichen.
Nur wer vorwärts denkt, kann etwas bewegen. Seien Sie alle stolz auf unsere Heimatstadt Burg, den hier lebten und leben bis heute Menschen, die unsere Gemeinschaft durch ihr Tun bereichern.

Vielen Dank!

 

Kontakt zum Bürgerbüro

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    39288 Burg
  • (0 39 21) 72 78 53
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